Was will ich wirklich – Berauschende Klarheit in 3 Minuten

„Ich weiß nicht was ich will. Was will ich wirklich? In meinem Leben, in der Beziehung, in der Liebe?“

Diese Fragen stellt sich jeder. Und das nicht nur einmal im Leben.

Ob es um Berufswahl, Beziehung und Liebe, oder das Leben an sich geht.

Wir sind scheinbar angefüllt von Widersprüchen. Ich selbst bin schon oft durch diese Phasen gegangen. Und weiß: Die nächste Ratlosigkeit wird kommen.

Innere Widersprüche sind ganz natürlich.

Nachdem Du diesen Artikel gelesen hast, wirst Du nicht nur wissen, warum Du widerstreitende Gefühle hast, sondern auch mehrere Werkzeuge in der Hand halten, damit Du in Zukunft ganz genau weißt, was Du willst.

Warum weiß ich nicht was ich will? Ein kurzer Blick in die menschliche Psyche.

Zu wissen was man will, ist manchmal ganz schön schwer.

Schon im Alltag kennt jeder diese Situationen.

Du sitzt im Restaurant, Deine Augen fallen auf das 400g argentinische Rumpsteak mit Trüffelöl. Dir läuft das Wasser im Mund zusammen. Dann schaust Du auf den Preis und zuckst unwillkürlich zurück.

Mhh? Was willst Du wirklich? Deine Zähne in zartschmelzendes Rindfleisch schlagen, oder diesen Monat Geld sparen?

Du siehst: Es ist verdammt einfach, nicht genau zu wissen was man will.

Aber warum ist das so?

Was will ich wirklich - Auge und Iris

Jeder Mensch verfügt über 2 Bewertungssysteme. Den Verstand und das Gefühl. Sind sich diese Systeme nicht einig, oder kommen zu keinem klaren Ergebnis, dann sind wir innerlich zerrissen. Wir wissen nicht, was wir „wirklich“ wollen. (Foto: Daniil Kuželev auf Unsplash)

Der Grund liegt darin, dass jeder Mensch mit zwei inneren Bewertungsystemen gesegnet ist. Dem Verstand und dem Gefühl. Diese Systeme schicken uns ständig Signale, an denen wir unser Verhalten ausrichten. Beispiel gefällig? Auf der Straße sagt Dir der Verstand: Lauf nicht bei Rot über die Ampel. Und Dein Gefühl schickt Dir ein deutliches: „Ey, lass mal“ wenn Du die Lasagne von vorletzter Woche aus dem Ofen holst, die Du da vergessen hast.

Inneres Bewertungssystem 1 – Der Verstand

Jeder Mensch ist mit Verstand gesegnet. Manche mehr, manche weniger, aber im Großen und Ganzen funktioniert unser Kopf ganz gut.

Du bist in der Lage, ein und dieselbe Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Auf der einen Seite ermöglicht es Dir, eine komplexe Situation zu erfassen, zu bewerten und entsprechende Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Was will ich wirklich - Verschiedene Messinstrumente

Bewertungssystem Nr 1 ist Dein Verstand. Er mag Zahlen, Daten und Fakten. Er kann Situationen gegeneinander abwägen und die bestmögliche Lösung finden. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn die verschiedene Perspektiven auf eine Situation können sich auch widersprechen. Dann ist innerer Zwiespalt angesagt. (Foto: Fleur Treurniet auf Unsplash)

Wenn Du eine Situation aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kannst, dann liegt es in der Natur der Sache, dass sich diese Blickwinkel widersprechen können. Ist das der Fall, bleiben wir zurück mit einem unsicheren Gefühl von Zerrissenheit. Soll ich den Ford, oder den VW kaufen? Beide haben Vor- und Nachteile. Was willst Du wirklich?

Der Vorteil des Verstandes ist es, dass er in die Zukunft planen und Situationen argumentativ erfassen kann. Er kann das Pro und Contra abwägen um zu einer gut begründbaren, stichfesten Entscheidung kommen.

Inneres Bewertungssystem 2 – Das Gefühl

Dein Verstand ist nicht Dein einziges Bewertungssystem. Dein zweites Bewertungssystem ist Dein Gefühl.

Der Vorteil des Gefühls ist, das ist extrem schnell und auch unter Druck arbeiten kann. Wenn eine Frau im Minirock vorbeiläuft, dann musst Du keine langen Berechnung anstellen. Im Gegenteil: Du weißt sofort, was Sache ist.

Maja Storch, beschreibt das sehr treffend in ihrem Buch „Machen sie doch was Sie wollen.“. Dein Gefühl schert sich herzlich wenig um Daten und Fakten. Und anstelle von Argumenten schickt es Dir nur mehr oder weniger undeutliche Bauchgefühle.

Du kannst ein ganzes Lexikon im Kopf haben, warum es für Deine Gesundheit gut ist, dreimal pro Woche laufen zu gehen. Dein Gefühl schert sich herzlich wenig darum und zieht dich weiterhin mit bleierner Gemütlichkeit auf die Couch.

Wie Dein Gefühl eine Situation bewertet ist hoch individuell.

Auf der einen Seite haben wir genetisch weitergegeben Ängste. Platt gesagt: Deine Vorfahren hatten Angst vor Feuer, großen Höhen und wilden Tieren. Sie hatten dadurch einen Überlebensvorteil, konnten sich fortpflanzen und haben diese Ängste an Dich weitergegeben.

Auf der anderen Seite verfügt jeder Mensch über eine persönliche Gefühlsdatenbank. In dieser Datenbank sind Erfahrungen abgespeichert und entweder mit einem positiven oder negativen Gefühl verbunden.

Wenn Du als Kind von einem Hund gebissen wurdest, wurde in Deiner Datenbank wahrscheinlich abgelegt: Hund = Aua.

Hast Du dagegen Hunde als pelzige, gut gelaunte Spielkameraden kennen gelernt, wurde abgelegt: Hund = Awww :)

Wenn Du in Zukunft auf einen Hund triffst, wird das zugehörige Gefühl blitzschnell aus Deiner Datenbank abgerufen. Je nachdem welches Gefühl Du damit verbunden hast, fällt Deine Reaktion aus. Dieses System ist extrem ausfallsicher und funktioniert auch noch unter extrem stressigen Bedingungen. Einfluss darauf hast Du nur indirekt und über längere Zeiträume hinweg.

Was will ich wirklich - Archiv, Regalbretter voller Ordner

Dein Gefühl pflegt eine große, unterbewusste Datenbank. In dieser Datenbank sind Erfahrungen abgespeichert. Zu jeder Erfahrung wurde ein Gefühl mit abgelegt. Wurdest Du als Kind von einem Hund gebissen, dann ist das dort abgelegt. Wahrscheinlich zusammen mit einem Gefühl von ‚Aua‘ und Angst. Begegnet Dir wieder ein Hund, wird dieses Gefühl abgerufen und Dir erneut präsentiert. Entsprechend fällt Deine Reaktion aus. Dieser Mechanismus funktioniert schnell und auch unter Druck. (Foto: Samuel Zeller auf Unsplash)

Zusammenfassung

Du siehst also, Du hast zwei unterschiedliche Bewertungssystem in Dir. Dein Verstand, der logisch für die Zukunft planen kann, aber leider nicht unter Druck funktioniert. Und Dein Gefühl, das zwar unter Druck funktioniert, sich aber nur im Hier und Jetzt aufhält. Zusammen können sie ein verdammt gutes Team sein. Sich aber auch manchmal widersprechen.

Widersprechen sich diese Systeme oder senden unklare Signale, dann kommt es zu einem inneren Widerspruch. Wir wissen nicht, was wir wirklich wollen.

Die 5 Fälle, warum Du nicht weißt, was Du willst. (Und wie Du sie löst)

Es ist klar: Wenn Du nicht weißt, was Du willst, dann liegt es daran, dass Deine beiden inneren Bewertungssysteme, Verstand und Gefühl, sich uneinig sind. Es gibt insgesamt 6 Fälle, warum Du nicht weißt, was Du willst.

Fall 1: Dein Verstand sagt ja, Dein Gefühl sagt Nein

Dieser Fall ist sozusagen der Klassiker für uns Männer. Als Beispiel das Thema Frauen ansprechen.

Dein Verstand sagt: „Gehe jetzt rüber und sprich sie an.“ Gleichzeitig schreit Dein Gefühl: „Niemals.“

Ein anderes Beispiel ist der Zahnarzt. Dein Verstand rät Dir dringend, wieder einen Termin auszumachen. Während Dein Gefühl sich gaaanz viel Zeit damit lässt.

Was will ich wirklich - Zahnarztstuhl

Wann warst Du das letzte Mal beim Zahnarzt? Dein Kopf weiß: Kontrolluntersuchung macht Sinn. Dein Gefühl wehrt sich wahrscheinlich und möchte gar nicht zum Zahnarzt. Was willst Du wirklich? Wenn Dein Gefühl Dich davon abhält, Dinge zu tun, die Dir ein tieferes Bedürfnis sind, zum Beispiel Frauen ansprechen, dann ist es Zeit, neue, positive Erfahrungen zu sammeln. (Foto: Daniel Frank auf Unsplash)

Du hast zwei Möglichkeiten, wie Du damit umgehen kannst. Es kommt vor allem darauf an, ob Du eine kurz- oder langfristige Lösung anstrebst.

Im Fall vom Zahnarzt, kann das kurzfristige „am Riemen reißen“ schon ausreichen. Wenn Du nur zweimal pro Jahr zum Zahnarzt gehst, kannst Du diese Selbstdisziplin aufbringen.

Geht es aber um ein größeres Problem, vor dem Du öfter stehst, zum Beispiel die Angst Frauen anzusprechen, dann musst Du gezielt daran gehen.

Du musst die Einträge in Deiner Gefühlsdatenbank überschreiben. Sodass Du in Zukunft keine negativen sondern positive Gefühle damit verbindest. Du musst immer wieder neue, positive Erfahrungen mit Deiner Angstsituation machen.

Das funktioniert nur durch langsames Herantasten und Training. Lies Dir dazu am besten meinen Artikel Ängste überwinden durch.

Fall 2: Verstand sagt nein, Gefühl sagt ja.

Es gibt auch den Fall, dass Dein Verstand ein klares Nein sendet, Dein Gefühl aber voll und ganz Ja sagt.

Ein Beispiel kann der Sprung in die Selbständigkeit sein. Dein Kopf sagt: „Bleib in der Sicherheit, mach es Dir bequem, bloß kein Risiko eingehen.“ und Dein Gefühl entgegnet: „Ich halte es in meinem Job keinen Tag länger aus. Ich muss diesen Schritt wagen!“

Was will ich wirklich - Bürogebäude bei Nacht

Dein „sicherer“ Job. Der Verstand sagt ‚bleib‘, das Gefühl sagt ‚geh‘. Was willst Du wirklich? Verstand und Gefühl sind sich uneinig. (Foto: Vladimir Kudinov auf Unsplash)

Es ist schwer das eigene Gefühl zu ignorieren. Und auf Dauer glaube ich, dass es sogar krank macht. Mindestens aber unglücklich.

Was kannst Du in diesem Fall tun?

Kenne Dein Risiko. Male Dir das Schlimmste aus, das passieren kann. Mal die aus, Du verlieren kannst. Dann mache einen Notfallplan, wie Du dich fängst, falls der Super-GAU eintritt. Wenn Du Dir des Risikos voll bewusst bist und bereit bist dieses Risiko zu tragen, dann wage den Schritt.

Aus meiner Sicht ist der Satz: „Ja, im Nachhinein hat sich das als eine dumme Entscheidung herausgestellt. Aber zumindest bin ich mir treu geblieben und habe getan was ich für richtig.“, wesentlich befriedigender, als ich eingestehen zu müssen, nicht auf sich selber gehört zu haben. Denn dann läuft man Gefahr, mit ständigem Grübeln und Bedauern, „Ach hätte ich nur…“ durch die Welt zu laufen.

Der Schlüssel ist, das Risiko zu kennen und es dann bewusst einzugehen, wenn es das ist, was Du möchtest.

Fall 3: Dein Verstand bleibt stumm

Es gibt auch die Fälle, in denen der Verstand einfach nichts sagt. Selten, aber möglich.

Wenn ich dich fragen würde, welche Aktien Du mir als Geldanlage in Südamerika empfehlen würdest, dann müsstest Du wahrscheinlich erst einmal passen.

Dein Kopf hat einfach nicht genug Information, um eine klare Antwort zu finden.

Was will ich wirklich - Mann unter Regenschirm Rauch

Dein Kopf ist voller Nebel und weißt nicht weiter? Er sagt Dir einfach nicht, was Du willst? Fütter Deinen Verstand mit Informationen und gib ihm die nötige Ruhe (!), um diese zu verarbeiten. Dann wirst Du wie von selbst auf eine Lösung kommen. (Foto: Étienne Beauregard-Riverin auf Unsplash)

Wie einfache Lösung: Füttere Deinen Verstand mit Informationen und gib ihm Zeit, diese in Ruhe zu verarbeiten. Zeitungsartikel, Anlageempfehlungen, Wirtschaftsmeldungen, Analysen, Bonitäten, Statistiken, Wirtschaftsentwicklungen und so weiter.

Nach und nach wirst Du Dir ein sehr gutes Bild davon machen können, welche Aktien in Südamerika kaufenswert sind. Es ist einfach nur eine Frage von Informationen, die Du Deinem Verstand fütterst.

Weiß der Verstand also nicht, wie er sich entscheiden soll, dann gib ihm mehr Informationen.

Fall 4: Dein Gefühl bleibt stumm

Genauso wie der Verstand, kann es auch im Gefühl an Bewertungsgrundlagen mangeln. Das ist der Fall, wenn eine Situation vollkommen neu für Dich ist. In dem Fall ist einfach noch kein Gefühl in Deiner Datenbank abgelegt, auf das DU zurückgreifen kannst. Dein Gefühl bleibt stumm und Du fragst Dich: „Was will ich wirklich?“

Ein klassisches Beispiel für Berufswahl. Nach der Schule sind wir alle gezogen, eine Ausbildung oder ein Studium zu wählen. Aber wie zur Hölle sollen wir das anstellen? Wir haben doch keine Ahnung von Arbeitsalltag, Aufgaben, Verantwortungen, Werdegängen, Möglichkeiten und Pflichten der einzelnen Berufe.

Wie willst Du etwas entscheiden, wenn Du keine blasse Ahnung hast, wie es sich anfühlt?

Das ist so, als solltest Du dich für den Rest Deines Lebens auf eine Eissorte festlegen, ohne jemals Eis gegessen zu haben.

Dein Verstand wird sagen: „Ja, Vanille scheint sehr beliebt. Mhhh, Schoko aber auch. Ach ja, und der da drüben ist Pistazie, das ist ja auch interessant.“

Aber zu einer wirklichen Entscheidung kannst Du gar nicht kommen, weil Du niemals erlebt hast wie es ist, Eis zu essen.

Genau das gleiche passiert auch bei der Berufswahl.

Was will ich wirklich - Leeres Zimmer deprimierend

Dein Gefühl bleibt stumm und sagt Dir nicht, was Du „wirklich“ willst? Dann hast Du bisher nicht genug Erfahrungen gesammelt, auf die Dein Gefühl aufbauen könnte. Suche aktiv neue Erfahrungen, dann wirst Du ganz schnell wissen, was Du „wirklich“ willst. (Foto: Brandon Green auf Unsplash)

Die Lösung dazu: Mache so viel wie möglich eigene Erfahrung. Lerne was es heißt, Eis zu essen.

Bezogen auf Deinen Beruf kann das bedeuten, Praktika zu machen, mit Menschen im gleichen Beruf in Kontakt kommen, Erfahrungen austauschen, Meinungen einholen und so gut es geht einblick „hinter den Vorhang“ zu werfen.

So füllst Du nach und nach die Stellen in Deiner Gefühlsdatenbank auf, die momentan noch leer sind. Und als Folge wirst Du ein klares Ja oder Nein von Deinem Gefühl spüren.

Fall 5: Verstand oder Gefühl senden widersprüchliche Signale

Ab und zu kann es auch vorkommen, dass sie Deine Systeme gleichzeitig ein Ja und ein Nein geben. Sie sind unentschlossen.

In diesem Fall kann es gut sein einfach abzuwarten. Sammle mehr Informationen für Deinen Verstand. Und sammle mehr Erfahrungen für Dein Gefühl.

Was will ich wirklich - Zwei entgegengesetzte Einbahnstraßenschilder

Manchmal kommt es vor, dass das Gefühl oder der Verstand sich unsicher sind. Sie senden dann kein klares ‚Ja‘ oder ‚Nein‘, sondern ein Mix aus widersprüchlichen Signalen. In dem Fall kann es das beste sein, sich aktiv für Abwarten und Tee trinken zu entscheiden. Nutze die Zeit, um mehr Informationen für Deinen Verstand und mehr Erfahrungen für Dein Gefühl zu sammeln. (Foto: Brendan Church auf Unsplash)

Wenn Du dich bewusst dafür entscheidest, abzuwarten und Tee zu trinken, dann hat das nichts mit Passivität zu tun. Du entscheidest dich bewusst dafür, Dir mehr Zeit zu nehmen, um Klarheit zu erlangen.

Was will ich wirklich? Zusätzliche Tipps für eine schnelle Lösung.

Vergleichst Du Äpfel mit Birnen?

Manchmal stehen wir vor schweren Entscheidungen. Aber warum sind schwere Entscheidungen eigentlich schwer und wie kommst Du zu einer Lösung?

Für eine Antwort, schaue Dir dazu dieses Video von Ruth Chang an.

Was führt Dich zu Deiner Lebensvision?

Kennst Du Deine Lebensvision? Weißt Du, welche Ziele Du langfristig anstellen möchtest?

Falls nein: Setze dich so schnell wie möglich damit auseinander. Wie willst Du wissen, welchen Weg Du heute gehen möchtest, wenn Du nicht weißt wo Du morgen ankommen willst? Das geht einfach nicht.

Falls Du Deine Lebensvision schon kennst, kannst Du die Entscheidung die Du heute treffen musst, auch aus dieser langfristigen Perspektive betrachten. Das bedeutet: Was bringt mich heute näher zu meiner Vision? Diese Perspektive hilft mir sehr, kurzfristige Bedürftigkeit, Triebbefriedigung und dem Wunsch nach sofortiger Befriedigung jeder Gemütsregung einzudämmen. Es eröffnet mir einen breiteren Fokus auf das was ich wirklich will.

 

Was will ich wirklich? Fragen und Antworten

Was will ich wirklich? Beziehung und Liebe.

Was will ich wirklich in der Beziehung und Liebe?

Manchmal ist diese Frage verdammt schwer zu beantworten. Einfach bei unsere Gefühle Achterbahn fahren und uns oft keine eindeutige Antwort liefern.

Was will ich wirklich - Pärchen steht auf Straße mit Straßenmarkierung in unterschiedlichen RIchtungen

In Beziehung und Liebe kochen die Gefühle hoch. Der Verstand wird ausgeknippst und das Gefühl übernimmt. Bei diesem Gefühlschaos ist es ganz normal, manchmal nicht genau zu wissen, was man will. Meine Erfahrung ist: Abwarten und bedacht handeln. Wenn der Zeitpunkt für große Schritte da ist, wirst Du es deutlich merken. Wenn Du Dich noch fragst, soll ich oder soll ich nicht, ist der Zeitpunkt für Handlung noch nicht gekommen. Abwarten, Tee trinken und mehr Erfahrungen sammeln. (Foto: Emma Frances Logan auf Unsplash)

Möchte ich in der Beziehung bleiben, in der ich mich extrem verbunden fühle, der Streit aber manchmal bis ins Unerträgliche eskaliert?

Wann ist der richtige Zeitpunkt Schluss zu machen? Jetzt, oder warte ich noch ein paar Wochen?

Möchte ich mit meiner Freundin zusammenziehen, den nächsten Schritt wagen, oder genieße ich es doch, einen Raum nur für mich zu haben?

Möchte ich eine Beziehung mit Lena anfangen, weil ich eine echte Verbindung spüre, oder möchte ich das Single Leben noch etwas länger genießen?

Für mich waren solche Fragen immer ein Zeichen, dass ich noch mehr Zeit brauche. Mehr Erfahrungen für mein Gefühl, mehr Wahrnehmen meine eigenen Gefühle. Und: Noch viel mehr lernen über mich.

Wenn ich diesem Prozess Zeit lasse, komme ich ganz automatisch an den Punkt, an dem ich meine Entscheidung kenne.

Was will ich werden? Berufliches und Berufswahl.

Als ich mit der Schule fertig war, war ich komplett verwirrt. Es war das erste Mal, dass ich selbst entscheiden musste, was mein nächster Schritt ist. Ich war völlig überfordert von dieser Verantwortung. Wo hätte ich es auch lernen sollen? Vorher war mein Weg doch immer vorgezeichnet. Erste bis 13 Klasse.

Und dann plötzlich das riesen Thema: Berufswahl. Ich weiß noch genau wie hilflos ich mir damals vorkam. Ich informierte mich links und rechts beim Arbeitsamt, Verwandten, Bekannten, Konferenzen und Arbeitsmessen. Und trotzdem wich nicht dieses Gefühl: Ich weiß nicht, was ich will.

Was will ich wirklich - Schreibtisch mit Laptop, Kaffee und Schreibblock

Berufswahl ist schwer. Vor allem weil Du nicht weißt, was die Konsequenz Deiner Entscheidung ist. All die Informationen, die Du sammelst sind nur Futter für den Verstand. Aber Dein Gefühl weiß nicht, wie es sich anfühlt, ein Ingenieur, ein Physiotherapeut, Goldschmied, Musiker oder Koch zu sein. Deshalb bleibt es still und Du weißt nicht, was Du willst. Dir fehlt absolut jede Bewertungsgrundlage. Versuche, so viel Praxis wie möglich zu bekommen. Und sprich mit Menschen, die diesen Beruf ausüben. Das gibt Dir einen wesentlich besseres Gefühl für das was Dich erwartet. (Foto: Andrew Neel auf Unsplash)

Der Grund dazu war einfach. Ich hatte keine Erfahrung im Arbeitsleben. Ich hatte einfach keine Referenzerfahrung an der ich festmachen konnte, ob mir der Beruf des Ingenieurs, Goldschmieds, oder Musikers gefällt oder nicht.

Und wenn Ingenieur, dann welcher? Regenerative Energien, Windtechnik, Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Prozesstechnik? Die Möglichkeiten waren schier unbegrenzt. Und genau das war auch das Problem.

Wenn es Dir auch so geht, dann geht es Dir so, wie in Fall 4 beschrieben. Die Lösung: Du musst Erfahrungen aus erster Hand sammeln, was es heißt, in diesem Beruf zu arbeiten. Am besten Praktika, Ferienjobs, oder einfach mal jemanden anrufen, der diesen Beruf schon jahrelang gearbeitet. Einfach, damit Du einen Eindruck bekommst, von dem was dich erwartet. Auf Basis dieses Eindrucks entwickelst sich automatisch ein Gefühl. Und dann weißt Du, ob Du es willst oder nicht.

Was will ich wirklich im Leben?

Was will ich wirklich im Leben? Diese Frage ist wesentlich größer, als das tägliche Klein-Klein. Diese Frage kannst Du Dir nur beantworten, wenn Du eine klare Version Deines Lebens hast.

Wie Du diese Vision findest und herausfindest dass Du wirklich willst, erfährst Du in meinem Newsletter.

Dort schicke ich Dir jeden Tag einen kleinen Tipp, wie Du herausfindest dass Du glücklich willst. Wie Du Dein felsenfestes männliches Selbstbewusstsein entwickelst.

Du erfährst meine persönlichen Methoden, die ich nur mit Abonnenten meines Newsletters teile.

2 Kommentare

  • Stephan Antworten

    Das ist ein geiler Artikel. So hab ich es noch nie gesehen. Vielen dank für die Messerscharfe Analyse zwischen dem was wir wollen und dem was uns abhält. Danke

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