Ziele setzen, die ballern! 100% Aktion. Sofort. So geht’s.

Du möchtest Dir neue Ziele setzen?

Sehr gut. Aber: Ziele setzen kann tückisch sein. Und wenn Du die Prinzipien in diesem Artikel ignorierst, garantiere ich Dir, dass Du von Anfang an scheiterst.

Diese Artikel erklärt Dir, welche Prinzipien Du beim Ziele setzen beachten musst. So dass Du sicher und voller Motivation erreichst, was Du Dir voller Elan vorgenommen hast.

Was ist ein Ziel und was nicht?

Ich glaube, die meisten Männer scheitern daran ihre Ziele wirklich zu erreichen, weil sie gar nicht wissen, was ein Ziel wirklich ist und wozu es da ist.

Sie sagen Dinge wie: „Ich will reich sein.“ oder „Ich will eine Freundin“ oder „Ich will abnehmen.“ und werden deshalb von Anfang an scheitern.

Nicht weil ihnen Disziplin, Durchsetzungskraft, Motivation oder Willenskraft fehlen würde. Einfach nur, weil sie nicht verstehen, wie ein Ziel aufgebaut sein muss, damit es langfristig motiviert und bei Erreichen mit einem Gefühl von Erfüllung beschenkt.

Nach meinem Verständnis hat ein Ziel folgende Aufgabe:

Ein Ziel ist ein Fixpunkt in der Zukunft. Es hat die Aufgabe, wie ein Leuchtturm durch die Nacht zu strahlen. Du kannst es anvisieren und daraus schließen welche Schritte Du hier und heute gehen musst.

Du merkst: Ein Ziel hat eine wichtige Aufgabe. Es gibt die eine Richtung vor und ermöglicht, dass Du konkrete Schritte unternimmst, um auf dieses Ziel zu zu gehen.

Wenn Du hier schon schlamperst und ein schlechtes Ziel wählst, dann musst Du scheitern.

Die weniger Spielraum für Interpretation Du hast, desto besser. Du möchtest so knallhart klar sein, dass Du absolut genau weißt, worum es geht.

Ziele setzen - Leuchtturm

Ein gutes Ziel ist wie ein Leuchtturm. Es gibt Dir eine klare Richtung vor. Du weißt in welche Richtung Du möchtest und welche Schritte dazu nötig sind. (Foto: Joshua Hibbert on Unsplash)

Ziele SMART setzen. – Die SMART-Methode für Ziele, die knallen.

Bleibt also die Frage: Wie finde ich meine Ziele? Wie setze ich mir Ziele richtig? Wie setze ich mit Ziele die Motivation erzeugen?

Meine liebste Methode ist die Smart-Methode.

Sehr bekannt, sehr einfach anzuwenden und sehr effektiv.

Laut der Smart-Methode müssen gute Ziele mindestens 5 Kriterien erfüllen.

Spezifisch

Jedes Ziel muss spezifisch sein. Spezifischer Du bist, desto mehr Kraft wirst Du entwickeln.

„Ich will reich sein“ ist unglaublich diffus. Bezieht sich ‚reich sein‘ auf Geld? Auf Beziehungen? Freundschaften? Schöne Momente? Da fängt es schon an.

Zweitens: Was ist genug, damit Dein Ziel erreicht ist? Möchtest Du Millionen verdienen, oder reichen Dir ein paar Tausend Euro?

Sei spezifisch. Frage dich, was genau Du meinst. So kann ein „Ich will reich sein“ sich wandeln zu: „Ich möchte ein investiertes Aktien-Vermögen von 250.000 €“. Oder : „Ich möchte pro Monat 3500 € durch meine Selbständigkeit verdienen.“ Oder was immer es für dich ist.

Je spezifischer, desto besser. „Ich baue ein Vermögen von 250.000 € auf.“ ist besser als „Ich möchte reich sein“.

Ziele setzen - Füller auf Papier

Ziele müssen spezifisch sein. Je konkreter Du sie formulierst, desto mehr Kraft entwickeln sie. (Foto: Aaron Burden on Unsplash)

Messbar

Jedes Ziel muss messbar sein. Allein schon, damit Du weißt, wann Du es erreicht hast.

Ansonsten läufst Du Gefahr, Dich tot zu laufen. Dann ackerst und ackerst Du und denkst, dass nichts dabei herum kommen würde. Dabei hast Du einfach nur Dein Ziel falsch formuliert, so dass Du es nie erreichen kannst.

Ziele messbar zu gestalten, kann manchmal ganz schön schwer sein.

In unserem vorigen Beispiel von Geld, war das einfach. 250.000€, 1000 €, 47.823€. Alles messbar.

Manchmal ist es schwer, ein Ziel messbar zu gestalten. Vielleicht fehlen Dir Informationen, oder es sind einfach noch zu viele Unsicherheiten vorhanden. Versuche in diesem Fall, Dich so weit wie möglich anzunähern.

Jedes Ziel muss messbar sein. „Ich habe ein Vermögen von 250.000 €“ ist besser als „Ich will reich sein.“

Ziele setzen - Hölzernes Geodreieck auf Papier

Achte beim Ziele setzen darauf, dass Dein Ziel messbar ist. 12 kg, 55.000€, 7 Gespräche, 15 mal Training, pro Woche eine Stunde üben. All das ist messbar. Es verleiht Dir Motivation und ein klares Maß, ob Du momentan auf dem richtigen Weg bist, oder von Deinem Weg abgedriftet bist. (Foto: Dawid Małecki on Unsplash)

Ansprechend

Jedes Ziel muss ansprechend sein. Das bedeutet, es muss erreichbar sein und etwas beschreiben, dass Du wirklich willst.

Es macht keinen Sinn, Dir Ziele zu setzen, gegen die sich alles in Dir sträubt. Neujahrsvorsätze sind ein gutes Beispiel. Spätestens nach 2 Monaten sind sie totgelaufen. Dann heißt es: „Ich müsste ja noch joggen gehen, aber…“

Es ist besser, kleinere Ziele zu wählen, hinter die Du dich voll stellen kannst, als große Ziele zu wählen, die Du nicht voll unterstützt.

In diesem Kontext stellt sich natürlich auch die Frage: „Was will ich wirklich?„. Dazu habe ich einen eigenen Artikel verfasst, den Du Dir unbedingt durchlesen solltest, wenn Du Dir Deine Ziele richtig setzen möchtest.

Setze Dir nur Ziele, hinter denen Du voll stehen kannst. Wenn Du nicht voll dahinter stehst, formuliere Dein Ziel um, bis es für Dich passt.

Realistisch

Jedes Ziel muss realistisch sein. Ansonsten verlierst Du jede Motivation.

Angenommen, ich setze mir das offensichtlich unerreichbare Ziel, bis morgen Abend 35 Kilo Muskelmasse zuzunehmen. Dann komme ich morgen Abend zu Dir und sage: „Naja. Es hat nicht geklappt.“ Würdest Du mir einen Vorwurf machen?

Nein! Natürlich nicht. Du wirst einfach nur sagen: „Hey Matthias, vielleicht fängst Du mal kleiner an.“

In der Praxis sind wir aber leider alle sehr gut darin, uns selber Vorwürfe zu machen.

„Das hätte ich besser machen müssen.“, „Warum war ich nur so dumm?“, „Ich scheitere schon wieder. Ich kann einfach gar nichts.“

Dabei hat das nichts mit Dir zu tun. Vielleicht war einfach nur Dein Ziel von Anfang an zu groß.

Mache nicht den Fehler, Deinen Selbstwert daran aufzuhängen.

Jedes Ziel muss erreichbar sein. Sonst frustrierst Du, weil Du einem unerreichbaren Ziel hinterher hetzt. „Ab sofort gehe ich für drei Monate dreimal pro Woche ins Fitnessstudio.“ ist besser als: „Ich habe in 3 Monaten 22 kg Muskelmasse zugenommen.“

Ziele setzen - Milchstraße

Habe große Visionen für Dein Leben. Aber setze Deine Ziele realistisch und erreichbar. Ansonsten rennst Du ständig dem Unerreichbaren hinterher, hast selten Erfolgserlebnisse und brennst auf Dauer aus. (Foto: Erwan Hesry on Unsplash)

Terminiert

Mal ganz ehrlich: Wenn Du eine Hausarbeit abgeben musst. Oder Deine Steuererklärung. Warum machst Du Dir die ganze Arbeit?

Der einzige Grund ist doch, das es eine feste Frist gibt. „Bis zum 31. Mai muss das Ding bei uns eingegangen sein, sonst spürst Du die Konsequenzen.“

Stell Dir mal vor, Dein Professor oder das Finanzamt würden sagen: „Ach Herr Kirchner, die Unterlagen können Sie auch in 48 Jahren noch einreichen. Das ist gar kein Problem.“

Ich würde niemals in Aktion kommen!

Ziele setzen - Kalender

Jedes Ziel braucht eine Deadline! Ansonsten kommen wir nur schwer in Aktion. Die Dringlichkeit ist einfach nicht gegeben. Terminiere Deine Ziele auf Tag und Stunde. Zum Beispiel: „Am 31. August um 18.00 Uhr habe ich…“ (Foto: Eric Rothermel on Unsplash)

Unser heimliches Motto ist doch:
Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe gern auf morgen.

Deshalb müssen Deine Ziele terminiert sein. Du musst eine klare Vereinbarung mit Dir treffen, bis zu welchem Datum Du Dein Ziel erreicht haben möchtest.

Das kann so aussehen: „Bis zum 31 Mai 2017 um 18.00 Uhr möchte ich meine vollständige Steuererklärung eingereicht haben.“

Das hilft Dir nicht nur Arbeitsaufgaben im Alltag zu priorisieren, sondern auch bei der Messbarkeit aus dem vorherigen Punkt. Denn am 31.Mai 2017 um 18:01 kannst Du dich hinsetzen und überprüfen, ob Du Dein Ziel erreicht hast.

Jedes Ziel muss terminiert sein. Eine feste Frist motiviert und gibt Klarheit. Setze eine klare Frist. „Bis zum 31. August 2017 um 18.00 habe ich…“

Ziele setzen und erreichen – Meine persönlichen „Geheimtipps“

Formuliere Deine Ziele als ob Du sie bereits erreicht hast

Sei vorsichtig bei der Formulierung Deiner Ziele. Formuliere sie immer in aktiver Form.

Das bedeutet, anstatt: „Ich möchte bis zum 31 August 2017, 15 Mal ins Fitnessstudio gehen.“

Besser ist: „Ich werde bis zum 31 August 2017, 15 Mal im Fitnessstudio gewesen sein.“

Merkst Du den kleinen aber feinen Unterschied?

Im ersten Fall geht es um einen Wunsch. Das erste Ziel kannst Du auch erreichen, indem Du daheim auf der Couch liegst. „Ja, ich habe es doch gewollt…“

Die zweite Formulierung hat eine vollkommen andere Kraft. Denn Du kannst dieses Ziel nur erreichen, wenn Du wirklich Deinen Arsch hoch bekommst und ins Fitnessstudio gehst. Kein interpretieren oder herum winden.

Eigenverantwortung!

Achte darauf, dass Deine Ziele nur in Deiner Verantwortung liegen.

Was bedeutet das?

Schließe andere Personen und Dinge auf die Du keinen Einfluss hast konsequent auf seiner Zielformulierung aus.

Ein schlechtes Beispiel ist folgendes: „Bis zum 17. September 2017 18.00 Uhr werden Nadja und ich uns geküsst haben.“

Dieses Ziel ist schlecht formuliert. Denn ob ihr euch küsst, hängt nicht nur von Dir ab. Vielleicht sagt Nadja auch: „Nö. Auf dich habe ich keine Lust.“ Dann bist Du angeschmiert und kannst Dein Ziel nicht erreichen, obwohl Du alles richtig gemacht hast.

Ziele setzen - Bogenschütze lässt Pfeil fliegen

Achte darauf, dass Du Deine Ziele so formulierst, dass ihre Erfüllung ausschließlich von Dir abhängt. Ein schlechtes Beispiel ist: „Ich möchte, dass meine Freundin nicht mehr sauer auf mich ist.“ Dieses Ergebnis liegt nicht allein in Deiner Macht. Es liegt zuerst einmal an Deiner Freundin. Besser ist: „Ich werde aktiv das Gespräch mit meiner Freundin suchen und auf eine Schlichtung hinwirken.“ (Foto: Niklas Tidbury on Unsplash)

Eine bessere Formulierung wäre also: „Bis zum 17. September 2017 18.00 Uhr werde ich die Beziehung mit Nadja soweit eskalieren, dass wir uns geküsst haben, wenn sie es auch möchte.“

Das kann man noch etwas knapper formulieren, aber mein Punkt wird klar. Das Erreichen des ersten Zieles, hast Du nicht in der Hand. Das zweite Ziel gibt Dir die volle Macht der Handlung zurück. Den es spricht nur vom eskalieren der Beziehung. Nicht von einem Resultat, das auch noch von jemand anderes anhängt

Der kleine Zusatz: „oder mehr“

Ich glaube: Wenn Du Dir etwas vornimmst und dranbleibst, dann erreichst Du, was Du Dir vornimmst. Ziele haben da eine anziehende Wirkung. Sei vorsichtig, was Du Dir wünschst. Du könntest es bekommen. Der Übergang zu Affirmationen ist fließend. Und deshalb halte ich es für wichtig, Ziele mit Aufmerksamkeit und Präzision zu formulieren. Und: Nach oben offen.

Ich habe mir deshalb angewöhnt, meine Ziele mit einem kleinen Zusatz zu versehen. Dieser Zusatz heißt: „oder mehr“.

Wenn mein Ziel ist: „Bis zum 31.Dezember 2017 erhalte ich über LebenistLeidenschaft.de passiv 1000€ pro Monat“ Dann erweitere ich dieses Ziel mit dem Zusatz „oder mehr.“

„Bis zum 31.Dezember 2017 erhalte ich über LebenistLeidenschaft.de passiv 1000€ pro Monat, oder mehr“

Ich formuliere ein Minimalziel, bin aber nicht abgeneigt, wenn es mehr ist ;)

Beispiele für richtiges Ziele setzen

Beispiel Ziel 1: Eine Freundin finden.

Wenn Du eine Freundin finden möchtest, stehst Du vor dem grundlegenden Problem, dass diese Entscheidung zu einer Beziehung nicht nur von Dir abhängt. Eine denkbar schlechte Formulierung ist also: „Ich möchte eine Freundin finden.“

Es ist unkonkret, nicht messbar, nicht ausschließlich von Dir abhängig, sagt nichts über die Erreichbarkeit aus und ist nicht terminiert.

Darüber hinaus ignoriert diese Formulierung jeden einzelnen der kleinen Tipps, die ich formuliert habe.

Besser ist es so:

„In den nächsten 4 Wochen habe ich jede Woche mindestens eine Frau angesprochen, mit der ich bisher noch keinen direkten Kontakt hatte.

Darüber hinaus habe ich bis dahin zwei Dating Ratgeber gelesen und begonnen mindestens einen der Tipps aus jedem Ratgeber umzusetzen.

Außerdem habe ich mich bis kommenden Sonntag auf Tinder angemeldet. Ab dann habe ich für 4 Wochen jeden Tag 10 Frauen oder mehr nach rechts gewischt.“

Du siehst: Dieses Ziel hat sehr wenig mit unserer ursprünglichen Formulierung zu tun. Einfach, weil es so wichtig ist konkret zu sein und die Erreichbarkeit dieses Ziel zu 100% in Deine eigenen Hände zu geben.

Auch wenn die Freundin mit keinem Wort erwähnt ist, ist es doch klar, dass Dich dieses Ziel auf den richtigen Weg bringt.

Sei kreativ in Deiner Zielformulierung und beachte die Tipps aus diesem Artikel. Es ist wichtiger, dass die Richtung stimmt, als dass Du Dein Endziel in einem Schritt erreichst.

Beispiel Ziel 2: Mehr Sport machen

Genau das gleiche Spiel. „Ich will mehr Sport machen.“ ist so schlecht formuliert, das es Dich von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Was bedeutet Sport für dich? Welches Ziel hast Du? Abnehmen, Muskelaufbau, generelle Fitness? Mache es konkret. Nur so kannst Du Wege finden es zu erreichen und diese Wege in klaren Zielen formulieren.

Angenommen, Du möchtest einfach nur fitter werden und Dich besser fühlen.

Ziele setzen - Sportler dehnt sich auf Parkplatz

Du möchtest mehr SPort machen? Werde konkret. Welche Sportarten? Welches Trainingsziel? Welche Kurse wirst Du besuchen? Wie oft und wie lange trainieren? Welche Trainingspartner ansprechen? Konkret, konkret, konkret. Das ist die halbe Miete! Hast Du die Klarheit, kommen Motivation und Umsetzung fast von alleine. (Foto: Autumn Goodman on Unsplash)

Dann kann Dein Ziel so heißen.

„Bis kommenden Sonntag den 24. um 20.00 Uhr habe ich Vereine, VHS-Kurse, Fitnessstudios, Yoga Zentren und Physiopraxen, die ich mit dem Fahrrad erreichen kann, recherchiert.
Ich habe eine Prioritätenliste mit 10 Angeboten erstellt, die mich interessieren und die ich zeitlich in der Woche besuchen kann.

Am Montag den 25. bis 18.00 Abends habe ich die fünf interessantesten Anbieter angerufen und mich nach den Konditionen erkundigt.

Bis Mittwoch den 27. bis 18.00 Abends habe ich mich so bei den Angeboten angemeldet, dass ich dreimal pro Woche Sport mache.

Ab dann werde ich für mindestens drei Monate diese drei wöchentlichen Termine wahrnehmen.“

Eine verdammt lange Zielformulierung. Aber merkst Du wie konkret sie ist? Merkst Du, wie klar Deine Schritte nun sind? Kein Vergleich zu der laschen Formulierung „Ich will mehr Sport machen“.

Es gibt absolut keinen Zweifel daran, was bis wann zu erledigen ist. Und wenn Du es nicht erledigst, dann hast Du keinen, dem Du die Schuld in die Schuhe schieben kannst, außer Dir selber.

Genau das ist das Ziel einer klaren Formulierung!

Beispiel Ziel 3: Selbständig machen

Ich merke, viele Männer rennen mit den Gedanken herum, sich selbständig zu machen. Klingt der Gedanke doch verlocken. Kein Chef mehr. Niemand der einem sagt, was man zu tun und zu lassen hat. Und natürlich: Verfolgen der eigenen Vision und Spaß an der Arbeit.

So zumindest die Theorie.

In der Praxis sieht es anders aus. Stehen doch unzählige Hindernisse, Blockaden und Ängste im Weg.

Mit einer Formulierung wie: „Ich will mich selbständig machen.“ wirst Du nicht weit kommen.

Wieder: Viel zu unkonkret. Was willst Du denn machen? Pommes verkaufen? Reisen nach Nicaragua organisieren? Paare darin coachen, wie sie besseren Sex haben? Oder Deinen eigenen Biodünger über Amazon verkaufen?
Mache es konkret!

Und wenn Du noch keine Idee hast, dann ist das was für Deine Zielformulierung.

Das könnte beispielsweise so aussehen:

„Ab sofort gehe ich mit offenen Augen durch die Welt. Überall wo ich hingehe, nehme ich Stift und Papier mit. Ich notiere mir Geschäftsideen, Läden und Personen, die mich faszinieren. In zwei Wochen habe ich eine Inspirationsliste von 30 Stichpunkten oder mehr.

Bis spätestens übermorgen 19.00 Uhr habe ich mich in 3 Startup Gruppen auf Facebook eingetragen.

Bis kommenden Sonntag 18.00 Uhr habe ich mich über Gründungsformalitäten bei IHK, Arbeitsamt und Internetforen informiert und weiß, welche Optionen mir prinzipiell offen stehen.

Bis zum 16. September 18 Uhr habe ich Gründerstammtische, Startup Weekends und Angebote für Neugründer beim Arbeitsamt und der IHK recherchiert. Ich habe mich zu mindestens einem Angebot verbindlich angemeldet.

Bis zum 31. September 18.00 Uhr habe ich mit mindestens drei Gründern persönlich gesprochen. Ich habe sie auf einen Kaffee eingeladen und mit ihnen darüber gesprochen, wie sie ihr Geschäft gegründet haben, welche Schwierigkeiten sie meistern mussten und welche Tipps Sie mir für meine Situation mitgeben können.“

Ja. Wieder eine riesen Zielformulierung. Aber auch gleichzeitig eine konkrete To-Do-Liste! Merkst Du wie viel mehr Kraft und Entschiedenheit in dieser Formulierung steckt?

Nichts mit lauwarmen Gelaber von „Ich will selbstständig sein.“ Das ist Bullshit. Mach es SMART.

Fragen und Antworten

Gibt es Übungen, wie ich Ziele erreichen kann?

Was willst Du üben? Die beste Übung ist die Praxis! Scheiß auf trocken Tests!

Wenn Du Fahrradfahren lernen willst, dann setzt sich auf ein Fahrrad. Wenn Du Tischtennis lernen möchtest, dann spiele Tischtennis. Wenn Du Ziele setzen möchtest, dann setze Ziele.

So einfach.

Zugegeben: Mir fiel es am Anfang schwer, all diese Tipps zu beachten. Es kam mir überwältigend vor und ich wusste gar nicht wo ich anfangen soll.

Das ist vollkommen normal. Tu einfach Dein Bestes und bleibe dran. Je mehr Übung Du bekommst, desto einfacher wird es Dir fallen Deine Ziele so zu formulieren, dass sie dich nach vorne ballern und motivieren.

Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe Dein Ziel auf, so wie es Dir in den Kopf kommt. Überlege gar nicht, ob es SMART ist oder nicht. Schreibe einfach auf was Dir einfällt.

Nun nimm Dir jeden einzelnen Punkt aus der SMART Liste vor. Gehe einfach Schritt für Schritt durch und versuche, Dein Ziel an die Prinzipien aus diesen Artikel anzupassen.

Mache es Schritt für Schritt und mach es so gut Du kannst. Das reicht. Mit der Zeit wird Dir das Ziele setzen immer einfacher fallen.

Für den Anfang gilt: Nicht zweifeln. Einfach machen.

Wie kann ich Ziele setzen, so dass sie motivieren?

Aus meiner Sicht ist der Schlüssel zur Motivation Klarheit.

Nur wenn Du absolut klar und konkret bist, wirst Du Motivation spüren. Denn Motivation möchte eine Richtung. Sie möchte wissen wohin es geht. Nur so kann sie sich mit Kraft in Dir entwickeln.

Es ist so wie bei dem Autofahren. Wenn Du kein Ziel hast, dann fährst Du maximal planlos auf dem Parkplatz rum. Hast Du aber ein definiertes Ziel und klare Anweisungen durch Dein Navi, dann geht die Luzi ab. Runter vom Parkplatz. Ab durch die Stadt, rauf auf die Autobahn. Und mit 250 auf der linken Spur unterwegs.

Motivation braucht vor allem eins: Klarheit.
Arbeite an Deiner Zielformulierung solange, bis sie absolut klar und terminiert ist. Das sollte genug sein, um dich zu motivieren.

Falls nicht, dann kann es sein, dass Du etwas hinterher jagst was Du im Herzen gar nicht möchtest. Mehr dazu in meinem anderen Artikel „Was will ich wirklich?

Wie finde ich meine Ziele?

Ziele finden ist ein anderes Thema, als Ziel setzen.

Ziele finden bedeutet eine Richtung erkennen. Ein Gefühl von Vorfreude spüren und herausfinden was man wirklich will.

Ziele setzen ist das Commitment, dieses Ziel anzustreben und täglich darauf hin zu arbeiten.

Wenn Du Deine Ziele finden möchtest, dann empfehle ich Dir meinen anderen Artikel „Was will ich wirklich?

3 Kommentare

  • Gerd Antworten

    Hallo Matthias,

    super Artikel! Genau so ist es! Wenn die Ziele solche Eigenschaften haben, wie du sie nennst, dann wird man – ja dann MUSS man ja erfolgreich sein, WENN man die notwendigen Dinge tut.

    Ziele und Motivation sind gut und schön, aber man muss es auch umsetzen!

    Beste Grüße,
    Gerd

    • Matthias Antworten

      Hi Gerd,

      absolut!
      Ohne Aktion, kein Resultat.

      Ziele setzen und dann ran an den Speck!

      Grüße
      Matthias

  • Barbara J. Schoenfeld Antworten

    Hallo Matthias,

    ja, die Umsetzung ist das allerwichtigste und vor allen Dingen das Dranbleiben…. denn sonst wird das nix mit den allerschönsten Zielen.

    Herzliche Grüße
    Barbara

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