Lebensziele finden- die einfachste Übung überhaupt

Lebensziele finden – die einfachste Übung überhaupt

Lebensziele finden - Lachendes Kind rennt durch Wassernsprenkler

Du möchtest Deine Lebensziele finden?

Kein Problem. Dieser Artikel gibt Dir die einfachste Übung an die Hand, mit der Du noch heute Deiner Ziellosigkeit den Garaus machst und Deine Ziele im Leben findest.

Los geht’s.

Lebensziele finden – Was gewinnst Du durch Lebensziele?

Wenn Du Deine Lebensziele nicht kennst, fühlst Du Dich verloren.

Wenn Du Lebensziele hast, gewinnst Du Klarheit, Ausrichtung, Tatendrang, Motivation und Lebensfreude.

Wie willst Du für etwas brennen und einen unaufhaltsamen Vorwärtsdrang entwickeln, wenn Du gar nicht weißt, wo Du hin willst?

Richtig!

Gar nicht.

Das ist so, als ob Du bei laufendem Motor am Steuer sitzt, aber nicht weißt, wo Du hin fahren willst. Aus schierer Verzweiflung drehst Du auf dem Parkplatz Deine Runden. Mit jeder neuen Umdrehung wird Dir klarer: „Das kann es doch nicht sein!“

Denn Du weißt: Da draußen ist so viel mehr! Aber ich finde die Abfahrt einfach nicht!

In dem Moment, in dem Du Dein Ziel kennst, schlägst Du das Lenkrad ein und gibst Vollgas.

Kleiner Hinweis: Ich weiß ganz genau, wie es Dir gerade geht. Denn ich hatte keine Ahnung was ich wirklich wollte. Ich war gar nicht richtig ‚da‘, in meinem eigenen Leben und fühlte mich frustriert, kraftlos und apathisch.

Warum? Weil ich keine Ahnung hatte, was ich wirklich wollte. Lösung: Lebensziele finden.

Wie ich das geschafft habe, erkläre ich Dir in diesem Artikel. (Wirf danach einen Blick in meinen Artikel Was will ich wirklich)

 

Lebensziele finden - Einzelnes Auto auf leerem Parkplatz

Ohne Lebensziele ist das Leben frustrierend. Es fühlt sich so an, als ob Du feststeckst. Der Motor läuft, es könnte losgehen, aber irgendwie hängst Du „auf dem Parkplatz“ fest. (Foto: Gerrie van der Walt auf Unsplash)

Lebensziele finden – Was ist ein Lebensziel (und was nicht)?

Meine Lebensziele sind Dinge, die ich in meinem Leben erreichen möchte. Ganz einfach.

Das können kleine Dinge sein:

  • Einmal die Polarlichter sehen.
  • Auf eine gesunder Ernährung und genug Sport achten.
  • Einmal ein Spiel in der VIP-Lounge des VFB erleben.
  • Einmal einen Ferrari über den Hockenheim-Ring jagen.

Oder große Dinge:

  • Ein eigenes Geschäft aufbauen, von dem ich gut leben kann.
  • Eine lange Reise von Kanada nach Südamerika.
  • Als Großvater auf meiner Terrasse sitzen und meinen Enkeln zuschauen.
  • Eine intensive Beziehung führen, die mich erfüllt.
  • Ein kleines Haus für mich kaufen.

Dabei ist es egal, ob Deine Wünsche materieller oder emotionaler Natur sind.

Wichtig ist nur eines: Du spürst ein inneres Verlangen danach.

Lebensziele sind nichts, das Du tun „solltest“ oder „müsstest“. (Streiche diese beiden Wörter aus Deinem Vokabular). Es ist etwas, das Du tun willst!

Orientiere Dich an Vorbildern. Glaubst Du, dass Elon Musk sich selber dazu gezwungen hat, den ersten Internet-Bezahldienst (PayPal) zu gründen? Glaubst Du, dass er sich dazu gezwungen fühlt, als erster Elektromobilität sexy zu machen? Glaubst Du, dass er sich dazu gezwungen fühlt, als erster Mensch Astronauten zum Mars zu schicken?

Garantiert nicht!

Er tut es, weil er getrieben ist. Weil er eine innere Verbindung zu seinen Zielen spürt.

Lebensziele sind die Dinge, die in Dir ein innerliches „Ja, GEIL!“ auslösen. Sie sind Dinge, deren Verfolgung Dir Sinn und Freude bereitet.

Lebensziele finden – Wie finde ich meine Lebensziele? (Kleines Geheimnis)

Deine Lebensziele finden ist leicht.

Jedes Kind kennt seine Wünsche. Geh mal in den Park und beobachte, wie kraftvoll 5-Jährige für ihre Wünsche einstehen. Sie wissen was sie wollen und schämen sich nicht, es allen anderen mitzuteilen.

Im Laufe der Zeit wird „Ich will“ durch „Ich sollte“ ersetzt. Durch „es macht Sinn“, „Ich darf nicht“ und „Man macht nicht“.

Wir lernen: „Was Du willst, ist nicht so wichtig.“

Und weil diese Erkenntnis verdammt schmerzhaft ist, entscheiden wir uns, nicht mehr auf unsere Wünsche zu hören. Wir blenden die eigenen Wünsche aus, um uns den Schmerz zu sparen und nach etwas zu sehnen und es nicht zu bekommen.

Die gute Nachricht ist: Deine Wünsche sind in Dir. Sie waren es schon immer.

Alles was Du tun musst ist, Dir wieder selber zuzuhören.

Kleines Geheimnis: Wenn wir es genau nehmen, findest Du Deine Lebensziele nicht. Du entscheidest Dich für sie.

Lebensziele finden – Die ersten kleinen (und wichtigsten) Schritte

Wie findest Du Deine Lebensziele?

Fange klein an.

Deine Lebensziele finden ist eine großer Anspruch an Dich, wenn Du noch nicht einmal weißt, was Dir im Alltag gut tut.

Erinnerung: Lebensziele sind nichts, was Du tun solltest. Es sind Dinge, die Du tun möchtest.

Bevor Du Deine Lebensziele finden kannst, musst Du wissen, was Dir im Alltag Energie gibt. Ansonsten fehlt Dir jede Basis Dich für eine Richtung zu entscheiden.

Kannst Du auf Anhieb 5 Dinge nennen, die Dir Energie und Kraft geben?

Nein?

Dann achte mal darauf. Gehe bewusst durch Deine kommenden 2 Tage und schreibe auf, was Dir Kraft und Energie gibt.

  • Der Kaffee in morgendlicher Ruhe?
  • Ein Gespräch mit einem guten Freund?
  • Der Spaziergang im Wald?
  • Die Auszeit mit der Freundin?
  • Ein Besuch im Restaurant?
  • In die Sauna gehen?
  • Richtig guter Sex?
  • Herumtollen mit einem Haustier?
  • Tanzen zu der Musik, die Du liebst?
  • Einem Hobby nachgehen?
  • Kochen?
  • Ein gutes Buch lesen?
  • Meditieren?
  • Dich beim Sport richtig auspowern?

Achte auf die kleinen Dinge. Die versteckten Highlicghts Deines Tages. Es sind wertvolle Hinweise auf das größere Bild.

Das Geheimnis ist: Beginne bei den kleinen, alltäglichen Dingen. Sie sind scheinbar unbedeutend und sind doch der Schlüssel zu Deinen Lebenszielen.

Noch dazu: Du verlangst Dir verdammt viel ab, Deine Lebensvision und Lebensziele aus dem Nichts zu erschaffen. Mache es Dir leicht.

Apropos Vision. Ein anderer Artikel von mir hilft Dir in 3 einfachen Schritten beim Vision Board Erstellen. (Schau da mal vorbei, wird Dir sicher weiter helfen.)

 

Lebensziele finden - Friedhof mit Sternenhimmel

Nur wenn Du weißt, was für Dich am Ende wirklich zählt, kannst Du Du ein Leben leben, das Du als erfüllend bezeichnen wirst. Lebensziele finden ist nicht schwer. Du musst es nur tun. (Foto: Hugues de BUYER-MIMEURE auf Unsplash)

Hi Matthias, wie war der Weg zu Deinen Lebenszielen?

Matthias Kirchner PortraitHeute bin ich (meist) sehr klar darin, was ich möchte. Was ich langfristig anstrebe.

Das war nicht immer so.

Der Weg zu meinen Lebenszielen war holprig. Jahrelang quälte ich mich durch ein Studium, von dem ich schon wusste, dass es nichts mehr für mich war. Hatte aber Angst, loszulassen.

Das Gleiche galt für meine Beziehung. Sie ähnelte manchmal einem Pulverfass. Und genau deshalb hatte ich Angst, die wichtigen Fragen zu stellen.

Es hat Jahre gedauert, für mich diese Klarheit zu entwickeln. (Die trotzdem ab und an wieder komplett den Bach runter geht…)

Mein Punkt ist: Fange an. Stelle Dir die Fragen, die Du am meisten vermeidest.

  • Wie will ich leben?
  • Mit wem möchte ich eine Beziehung eingehen?
  • Sind die Menschen in meiner Umgebung wirklich die, mit denen ich meine Zeit verbringen möchte?
  • Ist die Tätigkeit, der ich täglich nachgehe es wert, meine unersetzliche Lebenszeit darin zu investieren?
  • Wo möchte ich in 5, 10, 20, 40 Jahren stehen?
  • Welcher Mann möchte ich sein, wenn ich alt bin? (Aus dem Nähkästchen: Ich finde Sean Connery ganz geil.)

Diese Fragen machten mir Angst. Denn wenn ich die Antworten darauf kenne, kann ich mich nicht mehr in meinem Unwissen verstecken. Und es stehen Veränderungen ins Haus, die mich zittern lassen. (Unwissenheit ist ein Segen…)

Das Verrückte: Rückblickend hätte ich viele meiner Entscheidungen gar nicht so radikal treffen müssen. Manchmal halte ich es sogar für möglich, dass ich heute genauso glücklich wäre, hätte ich exakt die umgekehrten Entscheidungen getroffen.

Warum?

Weil ich glaube, dass mein Glücksempfinden mehr von meiner Klarheit abhängt, als von den konkreten Lebensumständen in denen ich bin.

Je klarer Du über Deine Lebensziele bist, desto mehr kannst Du Deine Umwelt ganz subtil nach Deinen Wünschen formen. Und das ganz ohne radikale Ausbrüche wie Jobwechsel, Trennung oder Weltreise.

Lebensziele finden – Übung: Leg Dich auf Dein Sterbebett

Deine Lebensziele sollten das reflektieren, was Dir am Ende des Tages wirklich wichtig ist. Das, von dem Du spürst, dass es Dich nährt, energetisiert und erfüllt.

Das Hintergrundrauschen des Alltags ist sehr ablenkend. Plötzlich ist die last-minute Präsentation für den Chef „super wichtig“. Im großen Bild Deines Lebens ist sie aber unbedeutend. Was wir also brauchen ist ein Perspektivwechsel.

Lebensziele finden - Hand eines alten Mannes auf Bettdecke

Der Trubel des Alltags überdeckt manchmal, was wirklich wichtig ist. Deshalb tut ein Perspektivwechsel gut, um Deine Lebensziele zu finden. (Foto: Amisha N auf Unsplash)

Nimm Stift und Papier zur Hand.

Schließe die Augen und stelle Dir vor, Du liegst auf dem Sterbebett. Du bist 85 Jahre alt, hast Dein ganzes Leben hinter Dir und weißt: „Es dauert nicht mehr lange. Meine Stunden sind gezählt.“

Stelle Dir diese Situation vor. Sehe sie vor Deinem inneren Auge.

  • Wer und was umgibt Dich?
  • Welche Menschen sind an Deiner Seite?
  • Welche Einrichtung hat das Zimmer?
  • Liegst Du im Bett oder auf einer Couch?
  • Liegst Du im Freien? S

Stelle Dir die Situation vor Deinem inneren Auge detailliert vor und nimm wahr, was ist. Vielleicht siehst Du Deine Frau, mit der Du lange zusammen warst. Vielleicht siehst Du Deine Kinder, oder auch nicht.

Die Bilder, die vor Deinem inneren Auge aufsteigen, geben Dir wichtige Hinweise auf Deine Lebensziele. Das, was für Dich wirklich zählt im Leben.

Wenn Du Dich von Deinem Sterbebett umgesehen hast, blicke auf Dein langes, erfahrungsreiches Leben zurück. Alles, was Du gesehen, getan, geleistet, erlebt hast.

  • Was waren die Highlights in Deinem Leben?
  • Was sind die Dinge die Du bereust?
  • Was würdest Du gerne anders machen wärst Du noch einmal 25?
  • Welche Situation möchtest Du noch einmal erleben?
  • Schau auf Dein Leben zurück und nimm wieder wahr, was sich in Dir zeigt.
  • Welche Bilder, Emotionen, Gefühle steigen in Dir hoch?

Wenn Du das Gefühl hast, Du hast genug gesehen, dann öffne die Augen und bringe zu Papier, was Du gesehen hast. Schreibe, Zeichne, male Bilder. Lass Deinen Gefühlen freien Lauf. Lass auf das Papier fließen, was aus Dir heraus möchte.

Wenn Du fertig bist, atme tief durch. Schließe die Übung ab und kehre zurück ins Hier und Jetzt. Herzlichen Glückwunsch. Du hast eben einen großen Schritt getan, Deine Lebensziele zu finden.

Lebensziele finden - Alte Frau weint nin ein Taschentuch

Stelle Dir vor, Du liegst auf Deinem Sterbebett. Was siehst Du? Umgeben Dich Deine Kinder? Sitzt Deine Frau neben Dir? Was Du in Deiner Vorstellung siehst, hörst, riechst und fühlst gibt Dir wertvolle Hinweise, was Deine Lebensziele sein können. (Foto: Jeremy Wong auf Unsplash)

Lebensziele finden – Was jetzt?

Du siehst: Hinweise auf Deine Lebensziele zu finden, ist ganz einfach. Es braucht nur etwas Zeit und einen kurzen Hauch Disziplin, um anzufangen.

Wenn Du möchtest, wiederhole diesen Übung immer wieder.

Besonders, wenn Du Dich etwas ‚komisch‘ mit dieser Übung gefühlt hast oder nur wenige innere Bilder gesehen hast. Je mehr Übung Du hast, desto leichter und erfolgreicher wird es.

Als nächstes sollte es darum gehen, etwas mehr Struktur in Deine Gedanken zu bekommen.

Dazu schaue noch bei meinem Artikel Vision Board erstellen vorbei. Dort zeige ich Dir, wie Du Deine Lebensziele sortierst und so aufstellst, dass sie Dich täglich motivieren und vorantreiben werden.

Auch kann es nicht schaden, Dir meinen Artikel über persönliche Werte durchzulesen. Besonders wenn Du Dich oft orientierungslos fühlst, würde dieser Artikel helfen, Deinen Platz im Leben einzunehmen.

Bis dahin, alles Gute, entspann Dich und rocke Dein Leben.
Dein

Lebensziele finden - Unterschrift Matthias

Über den Autor Matthias

Matthias ist ein Typ wie Du. Mal ängstlich, mal mutig. Mal faul, mal voller Tatendrang. Nachdem er jahrelang nichts gebacken bekam (keine Frau, kein Selbstbewusstsein, kein Plan im Leben), fing er 2010 an, sich mit Selbstbewusstsein zu beschäftigen. Jahre und viele Stolperfallen später, organisierte er den ersten Online-Selbstbewusstseinskongress für Männer. Auf seiner Seite lebenistleidenschaft.de hilft er Männern, die Themen zu lösen, die ihn selbst so beschäftigt haben (und immernoch tun).

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2 Kommentare
Monika sagt 13. Januar 2018

hallo, ich bin zwar kein Mann, Deinen Artikel habe ich aber trotzdem gelesen und er hat mir gefallen. Vor allem das mit dem Sterbebett.

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    Matthias sagt 20. Februar 2018

    Hi Monika,

    merci :)

    Alles Gute,
    Matthias

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