Vision Board erstellen - in 3 einfachen Schritten

Vision Board erstellen – in 3 einfachen Schritten

Vision Board erstellen

Du möchtest ein Vision Board erstellen? Dieser Artikel hilft Dir, in drei einfachen Schritten, ein kraftvolles und strukturiertes Vision Board zu erstellen. Dadurch erlangst Du Klarheit über das, was Du wirklich willst, erhältst tägliche Motivation zur Umsetzung und wirst auf neue Wege stoßen, Deine Träume zu verwirklichen.

Sind Dir Hintergrundwissen und ein wenig Verständnis wichtig, dann lese weiter. Ansonsten springst Du mit diesem Link nach unten zur Handlungsanweisung.

Was ist ein Vision Board und was hast Du davon?

Ein Vision Board ist nichts anderes, als eine Sammlung von Bildern und Ideen. Sie repräsentieren das, was Du im Herzen wirklich willst. Ein Vision Board ist also eine Sammlung Deiner tiefsten Träume und Wünsche.

Wozu ist das gut?
Vier Dinge:

  1. Mehr Klarheit über Deine Träume und Wünsche. Indem Du ein Vision Board erstellst, musst Du Dir ganz aktiv die Fragen stellen: „Was will ich wirklich? Wie sieht meine perfekte Welt aus, wenn ich alle Zweifel fallen lasse?“. Du öffnest Dich ganz bewusst für die großen (und kleinen) Träume und Visionen Deines Herzens. Dinge, die Du im Alltag als „unerreichbar“, „verrückt“, „unrealistisch“ oder „nicht so wichtig“ verwerfen würdest. Indem Du ein Vision Board erstellst, erhältst Du ein Blick darauf, wie Du Dir Deine Welt im Herzen vorstellst. Und dadurch einen Blick darauf, was Deine wahren Träume und Wünsche sind.
  2. Orientierung in Deinem Leben. Jeder von uns fällt in den Alltag zurück. Diese Momente, wenn auf einmal wieder zwei Wochen rum sind, und man gar nicht weiß, wo die Zeit geblieben ist. „Scheiße, ich wollte doch schon längst…“. Indem Du Dein Vision Board prominent platzierst, über Deinem Bett, an der Wohnzimmerwand, auf dem Frühstückstisch, wirst Du täglich an Deine Lebensziele am Ende des Horizonts erinnert. Es gibt Dir einen Fixpunkt in der Ferne, den Du anstreben kannst. Dein Vision Board hilft Dir also dabei, Kurs zu halten, im Trubel des Alltags. Denn Du kannst Dir täglich die Frage beantworten, ob Du Dich näher auf Deine Visionen zu bewegt hast, oder Dich weiter von Ihnen entfernst. Je nachdem wie die Antwort ausfällt, kannst Du Dein Verhalten konkret und aktiv ändern, so dass Du hier und jetzt wieder einen Schritt auf Deine Visionen zu machst.
  3. Motivation im tristen Alltag. „Aus den Augen aus dem Sinn“. Einfacher Spruch und sehr wahr. Ein visuelles, kraftvolles Vision Board hilft Dir dabei, Dich zu motivieren. Es hilft Dir dabei, nicht zu vergessen, warum Du hier bist. Es hilft Dir, Kraft zu schöpfen und den nächsten Schritt zu gehen, auch wenn es schwer fällt. Denn Du weißt, warum Du unterwegs bist.
  4. Inspiration für konkrete Schritte hin zu Deinen Visionen: Dieser Punk ist für mich persönlich der größte Vorteil meines Vision Boards. Dein Vision Board hilft Dir, konkrete Schritte im Alltag zu finden, um Deine Visionen Schritt für Schritt zu erreichen. Denn: Unser Gehirn ist ein Computer, der darauf spezialisiert ist, Fragen zu beantworten. Wenn ich mein Gehirn insgeheim mit der Frage füttere, warum mein Leben traurig, miserabel und nicht lebenswert ist, dann werde ich Tausend Antworten („Beweise“) darauf erhalten, warum mein Leben Scheiße ist. Das hat nichts damit zu tun, wie Dein Leben aussieht, sondern nur, welche Fragen Du Deinem Hirn stellst. (Wohin Du Deinen Fokus legst). Alles was passiert, ist, dass unser Gehirn permanent die Fragen beantwortet, die wir im stellen. Füttere ich mein Gehirn allerdings mit der Frage, wie ich ganz praktisch meine tiefsten Träume und Wünsche erreiche, dann werde ich auch darauf Antwort erhalten. Genau das macht Dein Vision Board. Indem Du Dein Vision Board präsent in Deinem Leben hältst und immer wieder Deine Aufmerksamkeit darauf richtest, signalisiert Du Deinem Unterbewusstsein: „Hey, das hier ist wichtig! Mach Dich an die Arbeit.“ Dir werden dann automatisch im Alltag Situationen und Chancen begegnen, die Dich näher zu Deinen Visionen führen (wenn Du sie aktiv ergreifst). Das können Flyer sein, die Dir auffallen. Menschen, die Du auf Parties triffst. Eine Webseite, auf die Du stößt. Das liegt nicht daran, dass Dein Leben sich groß verändert hat. Es liegt nur daran, dass Dein Hirn andere Fragen für wichtig erachtet und deshalb die entsprechenden Antworten zu Deinem Bewusstsein „durchstellt“. Dein Vision Board erleichtert Dir also ganz praktisch den Weg hin zu Deinen Visionen. Und das ist unbezahlbar.

Ein bisschen Theorie – Warum wir das Vision Board genau so erstellen, wie wir es tun.

Ich persönlich mag eine strukturierte Version des Vision Boards. Normalerweise würdest Du alle Deine Träume wild durcheinander zu Papier bringen. Ohne Systematik oder Leitfaden.

Das ist zwar ein toll kreativer Ansatz, persönlich habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass ich einfach wichtige Bereiche meines Lebens vergesse. Ich bin so im Fluss, dass ich irgendwann mich in eine Richtung vertiefe, zum Beispiel Finanzen, und dann andere Bereiche meines Lebens (zum Beispiel Gesundheit) vernachlässige. Dieses Vorgehen finde ich gefährlich. Denn ich glaube: Dein Vision Board sollte alle Bereiche Deines Lebens abdecken. Wie will ich zu einem glücklichen und erfüllten Leben kommen, wenn der Zielpunkt den ich anstrebe, nur ein Bruchteil von dem enthält, was mich glücklich macht? Richtig. Gar nicht. Wir müssen also aufpassen, dass wir von Anfang an alle Bereiche unseres Lebens abdecken, die uns wichtig sind. Wie machen wir das? Ganz einfach.

Um das zu erreichen, habe ich mich einer anderen Technik bedient. Nämlich der des „Lebensrades“. In Kürze: Beim Lebensrad gehen wir davon aus, dass wir nur ein erfülltes und glückliches Leben führen, wenn wir in allen Bereichen unseres Lebens (zumindest die, die uns wichtig sind) zufrieden sind. Was nützt Dir ein toller Job, wenn Deine Gesundheit im Eimer ist? Was nutzt Dir finanzielle Freiheit, wenn Du keine Beziehung hast, obwohl Du Du Dich nach Nähe sehnst? Was nützt Dir eine Beziehung, wenn schon seit Jahren keine Nähe und erfüllte Sexualität mehr gelebt wird?

Du siehst: Um rundherum glücklich zu sein, müssen viele Bereiche in Deinem Leben miteinander harmonieren. Genau deshalb halte ich es für wichtig, diese Bereiche direkt in das Vision Board zu integrieren. Wie Du das anstellst, erfährst Du im nächsten Absatz.

Vision Board erstellen Schritt 1: Vorlage ausdrucken

Wie erstellst Du Dein Vision Board?

Ein Vision Board stellt eine allumfassende Vision Deines perfekten Lebens dar. Ich schlage vor, jedes Vision Board klar in die Lebensbereiche zu strukturieren, die Dir wichtig sind. Dadurch stellst Du sicher, dass Du nichts vergisst oder unter den Teppich kehrst. Diese Lebensbereiche können sein:

  • Familie
  • Freundschaften
  • Sexualität
  • Finanzen
  • Berufung
  • Karriere
  • Freizeit, Hobbies und Erholung
  • Spiritualität
  • Gesundheit
  • Liebesbeziehungen
  • Persönliches Wachstum
  • …alles was Dir noch wichtig ist

Ich empfehle: Wähle bis zu 8 Bereiche, die Dir am wichtigsten sind. Du kannst entweder Deine eigene Struktur auf A4, besser A3, aufzeichnen, oder meine Vorlage nutzen. Klicke auf das Bild, um sie herunterzuladen.

Vision Board Vorlage

So sieht die Vorlage für Dein Vision Board aus. Platz für 8 Kategorien, die Dir wichtig sind. Drucke Dir die Vorlage aus, oder zeichne sie nach. (Klicke auf das Bild für den Download.)

Vision Board erstellen Schritt 2: Wild losträumen

Vision Board erstellen - Mann auf freiem Feld unter blauem Himmel

Träume frei, um Dein Vision Board zu erstellen. Es gibt keine Grenzen. Schalte den inneren Kritiker bewusst ab. (Foto: Benjamin Davies auf Unsplash)

Du hast die Vorlage für Dein Vision Board fertig? Sehr gut.

Jetzt beginnst Du, Dein Vision Board auszufüllen. Du gehst von Bereich zu Bereich und fragst Dich selbst: Wie sieht mein perfektes Leben aus?

Erlaube Dir, frei und fröhlich zu träumen. Es gibt keine Grenzen. Es gibt nichts, was nicht geht. Wie sieht Dein Leben aus, wenn jede Kleinigkeit und jede größte Begebenheit ganz genauso ist, wie Du es Dir wünschst?

Gehe so von Kategorie zu Kategorie und male ein Bild vor Deinem inneren Auge. Schließe die Augen und versetze Dich in Deine perfekte Situation. Was siehst Du? Was hörst Du? Was riechst Du? Was schmeckst Du? Was fühlst Du? Welche Menschen umgeben Dich? Wie siehst Du selber aus? Was tust Du? Wie interagierst Du mit der Situation? Versetze Dich so intensiv Du kannst in diese Situation. Beobachte. Achte auf Dein Gefühl! Dein Gefühl ist das bestimmende Element. Verändere die Situation vor Deinem inneren Auge so lange, bis Du Dich zufrieden und geborgen fühlst. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem, was wir denken, dass uns glücklich macht und dem was es wirklich tut. Hör auf Dein Gefühl. Nicht Deinen Kopf. Wenn Du genug gesehen und gespürt hast, dann öffne Deine Augen und bringe zu Papier, was Du gesehen hast. Das kann in Wörtern, Sätzen, Karikaturen, Bildern oder wilden „Krakeleien“ sein, die nur für Dich Sinn ergeben. Es kann viel oder wenig sein. Egal. Wichtig ist, dass Du eine Verbindung zu dem Gefühl und den Bilder spürst, die Du eben erfahren und gesehen hast.

Das hört sich einfach an, fiel mir am Anfang aber überraschend schwer. Denn: Ich war konstant damit beschäftigt, meinen inneren Kritiker im Zaum zu halten. Der quatschte nämlich ständig dazwischen. Ich kam mir bescheuert vor, überhaupt so groß und „unrealistisch“ zu träumen. „Was soll das denn bringen?“, „Sowas Unnützes, das erreichst Du doch nie.“ sind nur zwei Sätze, die mir mein Kritiker ins Ohr flüsterte. Außerdem bekamen meine eigenen Wünsche, dadurch dass ich sie auf einmal schwarz auf weiß vor mir sah, ein ganz anderes Gewicht. Das machte mir Angst. Denn wenn ich weiß, was ich will, bin auch ich dafür verantwortlich, es zu erreichen. An anderen Stellen wusste ich einfach nicht, was ich wollte. Ich sah nur Schwärze und musste mich erst langsam auf meine Wünsche einlassen. All das ist ganz normal. Besonders, wenn Du zum ersten Mal ein Vision Board erstellst. Dich vielleicht sogar zum allerersten Mal in Deinem ganzen Leben so intensiv mit der Frage „Was will ich wirklich“ auseinandersetzt.

Mir fiel es leichter, mein Vision Board in mehreren „Sitzungen“ über mehrere Tage verteilt zu erstellen. Denn nach jeder Sitzung war ich komplett verausgabt. Wenn es Dir also ähnlich geht, dann keine Sorge. Das gehört alles dazu. Ein Vision Board kann ein sehr intensiver Prozess sein. Aber das ist gut so. Je intensiver der Prozess für Dich ist, desto kraftvoller ist Dein Vision Board am Ende.

Vision Board erstellen Schritt 3: Mit Bildern ergänzen

Vision Board erstellen - Viele Fotos auf einem Tisch

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ergänze Dein Vision Board mit aussagekräftigen Bildern, die Dir gefallen. Damit wird Dein Vision Board noch viel kraftvoller. (Foto: Dan Gold auf Unsplash)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und: Dein Gehirn denkt in Bildern, nicht in trockenen Worten oder Sätzen. Mir fällt es wesentlich leichter, ein Gefühl mit einem Bild oder Symbol zu verbinden, als mit einem Satz. Ich empfehle Dir daher, Dein Vision Board mit Bildern zu ergänzen.

Wenn Du das Gefühl hast, einen ganz guten Überblick über Deine Lebensbereiche im Vision Board zu haben, dann mache Dich auf die Suche nach Bildern. Du möchtest Bilder suchen, (bei Google, in Deiner Familie, oder Deiner eigenen Fotosammlung), die genau das Gefühl ausdrücken, dass Du vor Deinem inneren Auge gespürt hast.

Wenn Du das Bild anschaust, sollte in Dir eine Lampe angehen. Eine Wärme entstehen und eine Stimme sagen: „Ja genau, das ist es!“. Es sollte Dich schlicht und einfach zurückbeamen in das Gefühl von Zufriedenheit und Freude. Anfangs fiel es mir schwer, solche Bilder zu finden. Denn ich hatte einfach keine Erfahrung darin, wie es sich anfühlt, mit der eigenen Vision verbunden zu sein. Es war mir ein unbekanntes Gefühl und deshalb konnte ich es nur schwer wahrnehmen. Das ist okay. Wenn es Dir ähnlich geht, dann suche einfach Bilder, die Dir gefallen. Denke gar nicht groß darüber nach. Handle einfach. Alles andere ergibt sich mit der Zeit.

Vision Board erstellen: Abschluss

Vision Board erstellen - Mann vor großem Bild in Museum

Dein Vision Board repräsentiert Deine Wünsche. Platziere es prominent in Deinem Leben und halte es im Fokus. Dann hältst Du auch Deine Visionen im Fokus. (Foto: Igor Miske auf Unsplash)

Okay. Herzlichen Glückwunsch. Damit ist Dein Vision Board fertig. Stelle es prominent in Deiner Wohnung auf. Stelle es an einen Ort, an dem es Dir täglich, gerne auch mehrmals, auffällt. Dieses Vision Board repräsentiert Deine tiefsten Wünsche und Träume. Lass es nicht in der Schublade vergammeln. Dann vergammeln auch Deine Träume. Bringe Deinem Vision Board die gleiche Wertschätzung und Relevanz in Deinem Leben entgegen, die Du Deinen Träumen entgegen bringen möchtest. Vergisst Du Dein Vision Board, vergisst Du Deine Träume. Priorisiert Du Dein Vision Board, priorisiert Du Deine Träume. Das eine bedingt das andere. Es ist Deine Entscheidung.

Noch eine schnelle Notiz am Ende: Scheue nicht davor zurück, Dein Vision Board immer wieder zu verändern, wenn es sich nicht mehr stimmig anfühlt oder neue, intensivere Bilder von Dein inneres Auge treten. Alles ist ein Prozess. Und je tiefer Du eintauchst, desto mehr wirst Du entdecken.

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, wie Du Deine innersten Wünsche erkennst und in Deinem Leben realisierst, dann empfehle ich Dir meinen E-Mail-Kurs „Lebensvision finden“. Dort gehe ich noch viel intensiver darauf ein, wie Du herausfindest, was Du wirklich willst, wie genau Du diese Visionen gezielt in Dein Leben holst und somit ein Leben führst, dass Dich jeden Tag glücklicher und zufriedener werden lässt. Ich teile meine persönlichen Tipps aus über 8 Jahren Erfahrung mit Dir, wie ich es geschafft habe, aus meinem grauen, unbefriedigenden Einerlei auszubrechen, in ein Leben, das mich mit Freude, Begeisterung, Motivation und Lebensfreude erfüllt. Es sind praxisbewährte Tipps, die schon Dutzenden Männern geholfen haben und die ich nur mit Männern in meinem Newsletter Teile. Du kannst Dich ganz einfach über die Box unterhalb anmelden. Du erhältst dann jeden Tag einen weiteren Tipp. Sollte Dir nicht gefallen was Du bekommst, kannst Du Dich jederzeit mit einem einzigen Klick abmelden.

Alles Gute und bis gleich.

Dein Matthias.

Über den Autor Matthias

Matthias ist Coach aus Leidenschaft, Gründer des Blogs Leben ist Leidenschaft und Veranstalter des online Selbstbewusstseinskongresses für Männer 2015.

Nachdem Matthias jahrelang unter seiner Schüchternheit litt, fing er 2010 aktiv an, sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbewusstseins und Authentizität zu beschäftigen. Seitdem verfolgt er seine Leidenschaft, besonders Männern aus ihrer Schüchternheit heraus zu helfen. Sie zu unterstützen auf der Suche nach ihrer angeborenen, inneren, männlichen Kraft.

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