Wer bin ich wirklich? Einfacher Leitfaden zu DEINER Antwort

Wer bin ich wirklich? Einfacher Leitfaden zu DEINER Antwort

Wer bin ich wirklich? - Mann schaut aus dem Fenster

Du willst eine klare Antwort auf die Frage: „Wer bin ich wirklich?“

Hier erfährst Du, 4 klare Schritte, die Du heute noch gehen kannst um zu absoluter Klarheit zu gelangen.

Keine Lust zu lesen? Hier ist mein Video:

 

‚Wer bin ich wirklich?‘ – Hier starten

Keine Angst. Du bist ganz normal.

Ich kann mich noch gut an früher erinnern, als sich bei der Frage „Wer bin ich wirklich?“ ein tiefes, schwarzes Loch in meinem Kopf auf tat. Ich war wie gelähmt und konnte nicht verstehen, dass noch nicht einmal ich selbst wusste, wer ich wirklich bin.

Fakt ist aber: Woher sollst Du wissen, wer Du bist, wenn Du Dich noch nie bewusst mit Dir selber auseinander gesetzt hast?

Keine Angst. Deine Verwirrung ist ganz normal und wird sich legen, je mehr Du DIch mit Dir beschäftigst.

Wichtig: Stelle Dir selbst die richtigen Fragen!

Stellst Du Dir selber eine Frage, findet Dein Verstand automatisch eine Antwort darauf. Das ist die Natur Deines Geistes.

Wenn Du feststeckst, liegt das oft daran, dass Du Dir selbst die falschen Fragen stellst. Ich glaube: „Wer bin ich wirklich?“ ist genau so eine „falsche“ Frage.

Denn: Sie ist viel zu ungenau, um Dir die Antworten zu geben, die Du suchst.

Denn was Du willst, ist mehr über Dich zu erfahren. Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Welche Wünsche hast Du und was willst Du erreichen?

Das ist die Art von Fragen, die Dir die Antworten geben, die Du suchst.

Mit diesen Fragen findest Du heraus, wer Du wirklich bist.

Kurzes Vorwort:

  • Wenn Du es ernst meinst, dann nimm Dir jetzt Stift und Papier und beantworte die folgenden Fragen.
  • Wenn Du einfach nur Inspiration suchst, dann lies Dir den Artikel durch und lasse die Fragen wirken.
    Wer bin ich wirklich? - Graffiti Spirale Kunst

    Die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ ist oft der Start zur Selbstfindung. Gut so. Nur: „Wer bin ich wirklich?“ ist denkbar ungeeignet, um Dir die Antworten zu liefern, die Du suchst. Leichter fällt es mit den ganz konkreten Fragen im Text unterhalb. (Foto: Rosie Kerr auf Unsplash)

Frage #1: Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen?

Nimm Dein Blatt. Dann teile es in zwei Spalten.

Auf die linke Seite schreibst Du Deine Stärken. Auf die rechte Seite kommt alles, was Du noch üben kannst.

Empfehlung: Vielen Menschen fällt es leichter, sich selber zu kritisieren. Achte darauf, mindestens so viele Stärken, wie Schwächen aufzulisten.

Beispiele können sein:

  • Ich bin gut in Mathe
  • Ich kann hervorragend Kochen.
  • Ich spiele Gitarre.
  • Ich bin ein guter Zuhörer.
  • Ich kann mich gut in andere Menschen einfühlen.
  • Ich bin ehrlich.
  • Ich bin gewissenhaft.
  • Ich halte mein Wort.
  • Ich gehe gut mit mir selber um
  • Ich bin musikalisch
  • … uns so weiter.

Frage #2: Was liebst Du und was hasst Du?

Gleiches Spiel wie vorher. Zwei Spalten auf Deinem Blatt. Auf die linke Seite kommen all die Dinge, die Du liebst. Auf die rechte Seite all die Dinge, die Du nicht leiden kannst.

Frage #3: Was gibt Dir Energie, was raubt Dir Energie?

Gehe gedanklich durch Deinen Alltag. Was gibt Dir Energie?

  • Der gemütliche Kaffee am Morgen?
  • Gute Gespräche mit Freunden?
  • Sport?
  • Zeit für Dich?

Liste alles auf, was Dir Kraft und Energie gibt. Was Dir Kraft gibt ist das, was gut zu Dir passt.

Genauso das Gegenteil. Was raubt Dir Energie?

  • Menschen, die negativ über andere sprechen?
  • Dich morgens früh zu Deinem Job raus quälen?
  • Langweilige Gespräche?
  • Große Menschenmassen?
  • Eine unaufgeräumte Wohnung?

Lass Deinen Gedanken freien Lauf.

Frage #5: Was sagen andere über mich?

Dieser Punkt ist spannend. Überlege Dir: Wie würden Deine Freunde Dich beschreiben?

Welche Eigenschaften schreiben sie Dir zu und schätzen sie besonders an Dir?

Wenn Du möchtest, frage Deine Freunde direkt.

Das Spannende ist: Unser Selbstbild stimmt oft wenig mit dem überein, wie andere uns sehen. Mach Dich daher auf einige Überraschungen gefasst.

Frage #6: Welche Werte möchte ich leben?

Welche Werte sind Dir wichtig?

Werte sind Grundeigenschaften wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Zielstrebigkeit und Offenheit, die Du unabhängig der einzelnen Situation leben möchtest.

Welche Werte möchtest Du in Deinem Handeln zum Ausdruck bringen?

FÜr eine konkrete Anleitung und eine große Liste an persönlichen Werten, lies meinen Artikel zum Thema persönliche Werte.

Frage #7: Was möchtest Du erreichen?

Stelle Dir vor, Du liegst auf Deinem Sterbebett. Du weißt: Das wars. Von hier werde ich nie wieder aufstehen.

Blicke jetzt auf Dein Leben zurück.

  • Welche Entscheidungen erfüllen Dich mit Stolz?
  • Was wäre Dir am Ende Deines Lebens am wichtigsten? Familie? Arbeit?

Blicke von Deinem Sterbebett zurück auf Dein jetziges Leben. Was würdest Du Dir selber raten?

Für Profis: „Wer bin ich wirklich?“ – So geht es jetzt weiter

Diese Fragen sind ein guter Startpunkt, der Dir viel Orientierung, Klarheit und Ruhe für Deine aktuelle Situation bringen wird.

Aber Vorsicht: Deine selbst erstellten Antworten sind nur eine Momentaufnahme. Wenn Du dauerhafte Klarheit und Zufriedenheit in Deinem Leben haben möchtest, dann lies Dir unbedingt den Rest des Artikels durch.

Wer bin ich wirklich? - Männer lachen

Die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ ist zu allgemein, um sie beantworten zu können. Viel zielführender sind die Fragen: Was gibt mir Energie? Was mag ich? Was macht mir Freude? Was genieße ich? Die Antworten auf diese Fragen führen Dich zu mehr Selbsterkenntnis, die Du im Alltag nutzen kannst Dein Leben erfüllender zu gestalten. (Foto: Matheus Ferrero auf Unsplash)

Du bist nicht, wer Du glaubst zu sein.

Heute stelle ich mir die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ nicht mehr. Nicht, weil ich alles über mich wissen würde. Sondern weil ich glaube, dass die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ im Grunde keinen Sinn ergibt. Noch mehr, sie führt mich langfristig in eine grundlegend falsche Richtung.

Hier ist der Grund, warum ich das glaube.

Wer bin ich wirklich - High Trestle Trail Bridge, unheimlich

‚Persönlichkeit‘ ist eine Illusion. Sie ist das, was Du glaubst zu sein. In Wahrheit verändert sie sich jeden Tag. Meine Erfahrung ist: Folge ich nur der Frage: ‚Wer bin ich wirklich?‘, verwirre und verliere ich mich mehr und mehr. Denn ich suche etwas, das so nicht existiert. (Foto: Tony Webster auf Unsplash)

Deine ‚Persönlichkeit‘ ist nur eine Sammlung erlernter Verhaltensweisen

Ich glaube, das was wir „Persönlichkeit“ nennen, ist im Grunde eine Sammlung erlernter Verhaltensweisen. ‚Wer‘ Du heute bist, ist ein Resultat Deiner vergangenen Erfahrungen.

Es waren aktive Entscheidungen und erlebte Erfahrungen, die Dein Verhalten prägten und damit Deine ‚Persönlichkeit‘ geformt haben. Dieses Formen geschieht schon Dein ganzes Leben uns setzt sich stetig fort.

Mache nicht den Fehler zu glauben, diese gewählten Verhaltensweisen seien unveränderlich. Sie ändern sich ständig. Jeden Tag. Und damit auch, wer Du „wirklich“ bist.

Alles was Du ‚bist‘, hast Du Dir im Laufe Deines Lebens zusammen gesucht. Warum? Weil es in dem Moment, in dem Du es gelernt hast, nützlich für Dich war.  Wer Du wirklich bist ist eine Folge Deiner Entscheidungen und deshalb nach Deinem Willen austauschbar.

Vor fünf Jahren warst Du anders, als heute Du heute bist. Und in weiteren 5 Jahren wirst Du an einer Stelle stehen, die Du Dir heute nicht einmal ausmalen kannst.

Die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ fokussiert sich ausschließlich auf die Vergangenheit und erwähnt mit keinem Wort die Zukunft. Und das ist das große Problem.

Es ist Deine Wahl, wer Du „wirklich“ bist

Jetzt magst Du einwenden: „Ja, aber diese eine Sache, das ist so tief in mir drin, das wird sich niemals ändern!“

Ja. Das mag sein. Aber nur, wenn Du glaubst, dass es sich niemals ändern wird. Meine Erfahrung ist: Sobald Menschen den Willen zur Veränderung haben, sind Wunder möglich.

Früher dachte ich selbst: „Ich bin einfach schüchtern. Das ist so und je früher ich mich damit abfinde, desto besser. Dann werde ich wenigstens nicht mehr enttäuscht.“

Mein Glück war: Irgendwann war ich so frustriert, dass ich die Situation ums Verrecken nicht mehr aushielt. Die Vision, mein ganzes Leben einsam und alleine zu bleiben, ohne Hoffnung auf Beziehung, Nähe, Sexualität, war zu viel für mich. Deshalb entschied ich eines Tages, dass alles besser sei, als diese Schüchternheit.

Das war der Tag, an dem ich mich auf den Weg machte. Nicht, weil ich glaubte etwas verändern zu können, sondern weil ich wusste, dass ich dieses Leben, was ich führte, nicht mehr weiterleben möchte.

Und eines garantiere ich Dir: Niemand der mich heute trifft, würde noch behaupten ich sei schüchtern. Im Gegenteil: Wenn ich meine Geschichte teile, dann ernte ich nur ungläubiges Staunen. Niemand kann sich noch vorstellen, dass ich mal schüchtern war. (Und ich selbst manchmal auch nicht…)

‚Wer bin ich wirklich?‘ ist immer nur eine Momentaufnahme. Es ist Deine Entscheidung, wer Du morgen sein möchtest.

 

Wer bin ich wirklich - Herbstlaub in einer Hand

Alles ist im Fluss. Mit jedem Atemzug veränderst Du die Moleküle Deines Körpers. Leben bedeutet Veränderung. Warum sollte Deine ‚Persönlichkeit‘ konstant sein? (Foto: Jonas Jacobsson auf Unsplash)

‚Wer bin ich wirklich?‘ wird zu ‚Wer will ich sein?‘

Wir haben eben zwei Dinge festgestellt:

  1. Wer Du heute bist ist ein Resultat Deiner bisherigen Erfahrungen.
  2. Wer Du morgen sein wirst, ist abhängig davon, welche Entscheidungen Du heute triffst.

Wenn also alles im Fluss ist und Du die Macht hast, Dich aktiv zu formen, dann wird die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ irrelevant.

Viel wichtiger ist die Frage: ‚Wer will ich sein?‘

Das ist, was Dir und Deinem Leben eine Richtung geben wird. Das ist, was Dir langfristig Befriedigung und Klarheit geben wird. Die Vision Deines Lebens.

Die Frage ‚Wer will ich sein?‘ gibt Dir die Macht über Dein Leben zurück. Anstatt die Vergangenheit passiv zu analysieren und zu versuchen, Dich bestmöglich danach auszurichten, entscheidest Du aktiv über Deine Zukunft. Du wirst vom zurückblickenden Beifahrer zum vorwärts gerichteten Fahrer Deines Lebens.

Wie also entscheidest Du, wer Du sein willst?

Antwort: Du tust es einfach. Und dann handelst Du nach Deiner Entscheidung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Wer bin ich wirklich? - Straße im Rückspiegel

Die Frage ‚Wer bin ich wirklich?‘ schaut in die Vergangenheit und macht Dich zum passiven Beifahrer. Die Frage ‚Wer will ich sein?‘ setzt Dich hingegen zurück auf den Fahrersitz. Denn jetzt kannst Du aktiv entscheiden, wohin Du mit Deinem Leben ‚fahren‘ möchtest. (Foto: Jake weirick auf Unsplash)

‚Wer will ich sein?‘ -Richtung, Sinn und Klarheit für Dein Leben

Mache Dir klar, was Dir wichtig ist. Für was möchtest Du einstehen und und Deine Energie einsetzen? Welche Werte sind die Deinen? Welche Ziele hast Du in Deinem Leben? Was möchtest Du erreichen, welche Menschen möchtest Du um Dich haben und auf was möchtest Du an Deinem Sterbebett zurück blicken?

Um Dich auf diesem Weg zu unterstützen, habe ich einen klaren und einfachen E-Mail Kurs entworfen.

Trage Dich jetzt unten ein.

Wenn Du mehr wissen willst, dann lese auch die anderen Artikel von mir.

Wie Du das Beste aus Selbstfindung und Selbstfindungsphasen machst.

Klarheit darüber findest was Du wirklich willst.

Wie Du Deine Lebensziele finden kannst.

Und zum Abschluss, um die Sache rund zu machen, empfehle ich Dir Dein Vision Board zu erstellen.

Aber denke immer daran: Es ist nicht wichtig, wer Du heute ‚wirklich‘ bist. Aber es ist entscheidend, wer Du morgen sein möchtest.

Mach Dich ran.

Alles Gute.

Dein

Wer bin ich wirklich - Unterschrift Matthias

Über den Autor Matthias

Matthias ist ein Typ wie Du. Mal ängstlich, mal mutig. Mal faul, mal voller Tatendrang. Nachdem er jahrelang nichts gebacken bekam (keine Frau, kein Selbstbewusstsein, kein Plan im Leben), fing er 2010 an, sich mit Selbstbewusstsein zu beschäftigen. Jahre und viele Stolperfallen später, organisierte er den ersten Online-Selbstbewusstseinskongress für Männer. Auf seiner Seite lebenistleidenschaft.de hilft er Männern, die Themen zu lösen, die ihn selbst so beschäftigt haben (und immernoch tun).

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2 Kommentare
Glücksdetektiv sagt 8. Januar 2018

Ein wirklich spannendes Thema, das du da aufgreifst. Herzlichen Dank auch für die Verlinkung Matthias.

Liebe Grüße, Katharina

Antworten
    Matthias sagt 10. Januar 2018

    Hi Katharina,
    sehr gerne. :)
    Grüße
    Matthias

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